Fact Sheet SEIWO Technik GmbH

Unternehmen

  • Ort: Drebach
  • Branche: Museums- und Ausstellungsbau, Werbetechnik, Bühnen- und Kulissenbau
  • Datentyp: (historische) Auftragsdaten, Projektdaten
  • Wertschöpfung: Optimierung der Produktions- und Kapazitätsplanung, Erschließung neuer Märkte

Motivation

Die SEIWO Technik GmbH bietet maßgeschneiderte Lösungen im Museums- und Vitrinenbau, Werbetechnik und Bühnen- und Kulissenbau. Ihr langfristiger Plan ist es, Marktführer im Bereich Dauerausstellungen (Museums- und Vitrinenbau) zu werden und sich zudem strategisch im Bereich Werbetechnik auf privatwirtschaftliche Kunden auszurichten.  Dafür beschäftigen sie mehr als 60 Mitarbeitende in den Fachbereichen Entwicklung/ Konstruktion, Metallbau, Tischler-, Glaser- und Lackierhandwerk sowie Licht-, Medien- und Elektrotechnik. Diese Vielfalt erhöht die Komplexität der Produktions- und Kapazitätsplanung und erfordert eine intensive Schnittstellenabstimmung. Außerdem entwickelte das Unternehmen zur Abfederung der durch die Covid-19-Pandemie verursachten Auftrags- und Umsatzrückgänge bereits im März 2020 den Protect.Cube – ein flexibles modulares Raumsystem, in welchem mithilfe von UVC-Strahlung und Luftfiltern Viren beseitigt werden. Damit ist die SEIWO Technik GmbH einen wichtigen Schritt gegangen, um ihr Geschäft an die aktuellen Kundenbedürfnisse anzupassen und eine (Brücken)Technologie zu schaffen. Im nächsten Schritt sollen weitere Einsatzbereiche des Protect.Cubes erschlossen werden (Marktaufbau).

Zielstellung

Das erste Ziel des Projekts DataLab WestSax bezieht sich auf den Bereich der Produktions- und Kapazitätsplanung im prototypischen Ausstellungs- und Bühnenbau. Zur Optimierung sollen verschiedene Maßnahmen beitragen, wie bspw. die Erfassung aller Wertschöpfungsaktivitäten mit Fokus auf die Schnittstellenabstimmung der einzelnen Gewerke, die Analyse von historischen Auftragsdaten und die Konzeptionierung einer Datenbank, in der das Wissen über alle Projekte aufbereitet wird und abgerufen werden kann. Außerdem sollen erste Erlösmodelle für app-basierte Wartungsservices erarbeitet werden.

Das zweite Ziel betrifft die die Produktneuentwicklung Protect.Cube. Hier sollen neue Use-Cases und Einsatzgebiete identifiziert und ökonomisch bewertet werden sowie erste Voraussetzungen für eine mögliche Kleinserienproduktion (inkl. standardisiertes digitales Lastenheft etc.) konzeptioniert werden.

Ergebnisse

Im Simul+-Realexperiment werden folgende Ergebnisse angestrebt:

  •  Erfassung aller primären und sekundären Wertschöpfungsketten/Prozesse mit Fokus auf die Schnittstellenabstimmung der einzelnen Gewerke
  • Datenanalysen mit historischen Auftragsdaten zur Bewertung von Aufträgen
  • Erarbeitung möglicher Erlösmodelle für App-basierte Wartungsservices
  • Identifikation und ökonomische Bewertung neuer Use Cases und Anwendungsfelder für den Protect.Cube
  • Erstellung eines automatisierten Lastenheftes
  • Vordenken einer Wissensdatenbank zu vergangenen Aufträgen